Kleiner Blick auf die Art-Basel

Juten Tach, Sie wurde von einer Gruppe lokaler Galeristen gegründet und fand zum ersten Mal im Jahr 1970 statt. Seither hat sich die Art Basel zur prestigereichsten Kunstmesse der Welt entwickelt. Dieser wohl wichtigste Treffpunkt der Internationalen Kunstwelt zieht alljährlich über 60000 Künstler, Sammler, Galeristen, Kuratoren und Kunstbegeisterte aus der ganzen Welt an. Ein gewohnt aufwendiges Rahmenprogramm ergänzte die Messe.Eine der spektakulärsten Veranstaltungen war dieses Jahr die Aufführung < Il Tempo del Postino > am Theater Basel, eine einzigartige Darbietung die als erste Künstler-Oper der Welt angepriesen wurde. Es handelt sich um eine experimentelle, auf Zeit basierende Präsentation, für die eine Gruppe führender Künstler individuelle Werke schafft, die sich bis hin zu 15 min erstrecken und die Bühne zum Ausstellungsort machen. Dazu kamen Mordendliche Diskusionen von prominenten Mitgliedern der internationalen Kunstszene. Künstlergespräche, Buchsignierungen, Diskusionsrunden jeglicher Couleur und verschiedenste Darbietungen rundeten das Begleitprogramm ab.

Sammeln ist ein Spleen, evolutionär gerechtfertigt wie jeder andere, meint Philosoph und Publizist Ludwig Hasler. Das fing schon bei den Jägern und Sammlern an. In allen Kulturen, in der Antike, im Mittelalter und in der Renaissance gab es leidenschaftliche Sammler, die alles taten, um an die Objekte ihrer Begierde heranzukommen. Und ähnlich Begierdegesteuert stellt man sich das treiben auf einer der größten Kunstmessen der Welt auch vor. Jedoch weit gefehlt ob das nun an der viel diskutierten Kunstmarktkrise liegt oder daran das die wahren Geschäfte in kleinen Hinterzimmern oder gar gänzlich woanders getätigt werden sei hier offen gelassen. So präsentierte sich die Messe als riesige Kontaktbörse für die man sich herrichtet  wie zu einem Speeddating Termin, den man zwar lästig findet, jedoch hat man seiner besten Freundin versprochen mitzugehen. Dort sitzt man nun und ist Überrascht doch hier und da ein kleines Einod zu entdecken.
Allerdings bedeutet dies seinen Blick zu schärfen und sich nicht von aufgebrätzelten, hochhackig, dahinstöckelnden Damen und Ihrer heute mal „poppig“  gekleideten Begleitung ablenken zu lassen. Welche Naserümpfend oder kreischend lachend klar Ihre Haltung zu diesem oder jenem Werk zur Schau stellten. Ein Schauspiel welches dann seinen Höhepunkt erreicht wenn gut manikürte Galeristen, mit dem Macbook unterm arm, fröhlich den Buckel krümmen um dem Gast unauffällig die hundertste Visitenkarte in die Hosentasche zu schieben. Dazwischen, erfrischend und schön anzusehen Kleinkinder die sich zwar in Ihren Sonntagskleidern unwohl fühlen, jedoch erschlagen von soviel „Spielzeug“ fröhlich plappernd um die Objekte und Skulpturen herumturnen. Sie zeigen mit glänzenden Augen auf Bilder und freuen sich über viele bunte Farben, ohne eine Namensliste zu führen und greifen in die vollen Bonbongläser, die freundlicherweise weitsichtige Galeristen, aufgestellt haben. Mit diesem Blick will ich mir die Art auch ansehen, also Pippi Langstrumpf Hörspiel an und Kopfhörer aufgeschnallt für eine weitere Runde Art-Basel 2010. Tschüss euer Komix